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Das historische Memorandum

des Nationaltrainers

Guy Hellers

 

 

im Luxemburger Wort
vom 19. Mai 2010
     

Erkenntnisse und Bekenntnisse
des Nationaltrainers 

Auszüge aus dem Interview von Laurent Schüssler 
Guy Hellers 

"In den ersten Jahren nach Abschluss meiner Profikarriere bemerkte ich eine gewisse Stagnation des Leistungsvermögens im Luxemburger Fußball. Seit zwei, drei Jahren ist dies nicht mehr der Fall. Das Niveau sinkt nämlich stetig. Dies ist alarmierend. Die Erklärung ist recht einfach. Die wenigen guten Fußballer, die in der BGL Ligue zum Einsatz kommen, sind auf zu viele Mannschaften aufgeteilt. Und passen sich dort dem Niveau der schwächeren Spieler an. Was man auch an der Leistungskurve der ehemaligen Berufsfußballer, die nach Luxemburg wechseln, bereits nach kurzer Zeit feststellen kann. Unter dem Strich fällt das Niveau also.

Ich weise immer darauf hin, dass es aus sportlicher Sicht ein Fehler war, die höchste Spielklasse auf 14 Mannschaften aufzustocken. Wir haben nicht das Potenzial für eine so große Anzahl an guten Teams. 

Die Schweiz und Österreich, Slowenien oder Schottland sind alles Länder, die weitaus größer sind als Luxemburg, deren Elite jedoch solchermaßen konzentriert ist, dass nicht mehr als maximal zwölf Clubs in der höchsten Liga spielen. Würden wir die Anzahl der Vereine reduzieren, würde sich die Anzahl der guten Spieler pro Verein erhöhen und jene der schwächeren reduzieren. Dies würde der Intensitivität der Begegnungen zugutekommen.

Der Zeitpunkt scheint mir persönlich gekommen, um mit den Vereinen über die Einführung einer semiprofessionellen Liga zu sprechen. Mit Verpflichtungen - wie einem Ausbildungszentrm für junge Fußballer -, aber auch Rechten. Die sich, ähnlich dem Ausland, eigenständig organisieren würde, mit einem Kalender beispielsweise, der den Bedürfnissen der Topclubs entgegenkommen würde. Und daher nicht gezwungenermaßen der gleiche wäre wie in den unteren Divisionen.

Momentan werden jene Luxemburger Vereine, die in den europäischen Wettbewerben antreten, hierzulande bestraft. Ich erkläre mich: Kurz nach Abschluss der Saison müssen die Trainer bereits wieder die Europapokalspiele vorbereiten. Danach dauert es jedoch einen Monat, ehe die Meisterschaft beginnt. Es gilt also, innerhalb kürzester Zeit zwei Vorbereitungen zu bestreiten.  

Ich fürchte, dass wir uns, falls wir diesen Weg einer semiprofessionellen Meisterschaft nicht gehen wollen, kontinuierlich verschlechtern. Denn die anderen kleinen Nationen schlafen nicht."