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Zwei interessante und aufschlußreiche Kommentare
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Der Kommentar von Lucien Gretsch
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Das Sommerloch scheint gefüllt, denn die Nachricht schlug vorgestern Abend wie eine Bombe in der (kleinen) Luxemburger Fußballwelt ein: Nationaltrainer und FLF-Sportdirektor Guy Hellers tritt von seinen Ämtern zurück. Typisch Hellers, meinen viele. Wie aus dem Nichts hört der doch recht erfolgreiche Coach mit seinen Missionen in der Sportschule und am Spielfeldrand auf - könnte man meinen. Wer nun aber den früheren Profi etwas besser kennt und die Animositäten der vergangenen Jahre genauer verspürt hat als die breite Öffentlichkeit, wird sich nicht so verwundert zeigen. Seit geraumer Zeit häuften sich nämlich die versteckten Anfeindungen seitens der Verbandsführung gegen den Verantwortlichen an der Seite der Auszubildenden in der FLF-Fußballschule und der Repräsentativ-Mannschaft, natürlich nie konkret vorgetragen. Auf Dauer haben jetzt die immerwährenden Sticheleien gegen den kantigen, ungeliebten aber doch nicht gerade erfolglosen Coach nun doch Wirkung gezeigt. Obwohl Hellers meist wie ein Fels in der Brandung wirkt, muss das den in der Öffentlichkeit als eher schweigsamen angesehenen Trainer, der vor allem Taten (leeren) Worten bevorzugt, dennoch im Inneren tief getroffen haben. Tiefer schließlich, als er sich wohl immer wieder selbst zugeben wollte. Nun in den wenigen Stunden der Muße, die er sich kürzlich gönnte, dürfte alles über ihm zusammengebrochen sein. Mit dem Resultat, dass die Fußball-Nationalmannschaft nicht nur einen Coach und die Spieler einen unbequemen, aber höchst kompetenten Trainer, der ihnen sehr nahe stand, verlieren, sondern auch einen Mann, der konsequent zu seinen Überzeugungen stand und Claqueuren keine Beachtung schenkte, was man im einheimischen Fußball (leider) nicht von jedem behaupten kann. Kaum war die Tür geschlossen, rennen andere diese wieder ein. Es muss doch ein interessanter Job sein, die Nationalmannschaft betreuen zu dürfen. Wird die Wahl auf einen Trainer fallen, der die Gegebenheiten kennt, oder soll es ein ausländischer Übungslehrer richten? Die vielen, die glauben, sich berufen zu fühlen, sollen allerdings zuerst bedenken, dass sie an den Leistungen und den (großen) Fußspuren von Hellers gemessen werden ...
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Der Kommentar
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Christophe JUNKER
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Ein Verlust, und doch keiner
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Guy Hellers ist weg, seine Inseider waren informiert, und doch verlief der Abschied nicht so, wie sie es sich ausgerechnet hatten. Die FLF hatte das Spiel der Hellers und Konsorten durchschaut und reagiert. Alle solten wissen, dass Guy Hellers das Handtuch geworfen hatte. Feige, so kurz vor einem Test- und Länderspiel. Zehn Jahre war Guy Hellers als Verantwortlicher der Fußballschule angestellt, wo er tolle Arbeit geleistet hat. Die letzten sechs Jahre war Hellers zudem Trainer der Fußball-Nationalmannschaft. Auch hier elebte er einige Glanzstunden. Das war ein sein Leben, dafür war Guy Hellers auch keine Überstunde zu viel. In Monnerich versuchte er in dieser Zeit, sein zweites Heim - oder war es sein erstes? - aufzubauen. Mit Leuten, die ihm, und nur ihm, gehorchen sollten. Monnerich sollte zum Hellers'schen Imperium werden. Zum eigenen Glück spielte die FLF bei diesem Spielchen nicht mit. Wie würde sie heute dastehen? Nackt, die Hosen bis auf die Knie runtergezogen. So, wie sie gekommen wäre, hätte seine Gefolgschaft auch wieder den Abgang angetreten. Gegangen - oder gegangen worden? - waren vorher aber bereits Leute wie Jeff Saibene, Roland Schaack oder Tobias Zölle. Zölle hielt in seinem Kündigungsschreiben sogar schriftlich fest, dass er nur aus einem einzigen Grund die FLF verlassen wolle. Raten Sie mal, warum. - Genau. Seit Dienstagabend kann Monnerich wieder Monnerich sein ... und nicht Nordkorea.
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