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Camille LIBAR

 einer der ganz Großen des Luxemburger Fußballs

 

 

Nach der etwas enttäuschenden Niederlage in dem Weltmeisterschaftstreffen gegen Holland (0-4), am 28.November 1937, gab es verständlicherweise in der Luxemburger Tagespresse wenig Lob für die Nationalmannschaft des Großherzogtums. So schrieb der Kommentator der "Luxemburger Zeitung" beispielsweise, der Stürmer Camille Libar sei längst noch nicht reif für internationale Begegnungen. Es war dessen erster Einsatz im Luxemburger A-Team, aber bereits wenige Monate später lieferte der Neuling den Beweis für seine Klasse, indem er im Ausscheidungsspiel gegen Belgien (2-3) das erste Tor für seine Mannschaft besorgte. Es sollte der Anfang einer großartigen Karriere sein, die wir hier kurz aufzeichnen wollen.

 

Geboren am 27.Dezember 1917 in Dudelange, war Camille Libar seit 1932 beim CS "Le Stade" Dudelange aktiv, spielte etwas später in Mondorf, wo er das Metzgerhandwerk erlernte, und kam dann wieder zurück nach Dudelange, wo er eine Stellung als Hüttenarbeiter annahm. Zwölf Jahre lang, von 1935 bis 1947, spielte Libar sodann in der ersten Meisterschaftsgarnitur des "Stade", mit welcher er folgende markante Erfolge erzielte: Pokalfinalist 1935-36, Cup-Sieger 1936-37 (1-0 gegen "The National" durch ein Tor von Camille Libar), 1938-39 und 139-40 Landesmeister und Pokalfinalist, 1944-45 und 1945-46 Landesmeister, 1946-47 Landesmeister und Cup-Finalist. Bester Torschütze der Düdelinger Weißhemden war Libar dreimal in den Vorkriegs- und dreimal in den Nachkriegsjahren. Mit seinem als "Stadt Düdelingen" umgetauften Verein nahm er 1942 an den Endspielen um die deutsche Fußballmeisterschaft teil und verlor jeweils mit 0-2 gegen Schalke und 0-7 gegen München 1860.

 

Auf internationalem Gebiet absolvierte der talentierte Rechtsinnen 24 A-Länderspiele, schoß dabei 16 Tore und war 13mal als Mannschaftsführer aufgestellt worden. Zwei seiner besten Resultate sind die Siege gegen die A-Selektionen Hollands (5-4 am 31.3.1940 in Rotterdam) und Belgiens (4-1 am 13.5.1945 in Luxemburg).

 

Im Jahre 1947 unterzeichnete Camille Libar einen Vertrag als Berufsspieler beim französischen Racing Strasbourg. In der folgenden Saison wechselte er zu den "Girondins" von Bordeaux, denen er gleich zum Aufstieg in die 1.Division und ein Jahr später zum Landesmeistertitel verhalf. Mit seinen sage und schreibe 43 Toren in der Saison 1949-50 war der Luxemburger sicherlich einer der besten Fußballer in Frankreich. 1950 zum FC Metz transferiert, wurde er aufgrund seiner Stürmerqualitäten zur Hauptstütze des Vereins aus der Lorraine. Wegen seiner Torgefährlichkeit und Spielintelligenz war Camille Libar von vielen Vereinen umworben, und so spielte er nacheinander in Toulouse, Perpignan und Le Mans.

 

Inhaber des Trainerdiploms der "Fédération Française de Football" nahm er das Angebot seines früheren Vereins "Girondins" Bordeaux an und zeigte als Coach dieselben guten Eigenschaften wie als Spieler. Sein Verein belegte am Schluß der Meisterschaft 1958-59 den ersten Platz in der höchsten französischen Liga.

 

Seine Fußballerkarriere schloß Camille Libar in Montguyon ab, wo er mit Erfolg als Spieler-Trainer wirkte. Er eröffnete eine Fußballschule in seiner Gemeinde und wurde von der Stadtverwaltung als Sportlehrer eingestellt. Er erlag am 10.Oktober 1991 einer langen und schmerzhaften Krankheit im Alter von 73 Jahren.
 

 

Henri Bressler