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Europalpokal der Nationen
Achtelfinalspiel

 

 


nethland
 

Rotterdam 30. Oktober 1963
Luxemburg - Holland 2-1

 
luxembrg
 


Als Luxemburg Holland aus dem Europapokal der Nationen warf
und zu den letzten acht besten Nationen Europas hochstieg

 
 

VIDEO HOLLAND-LUXEMBURG 1963
RTL Impuls 11.4.2004
Guy Weber 

 
 
 

 
equipenat-holland63stehend von links nach rechts:

Jempi Fiedler, "Bizzi" Konter, Erny Brenner,
Jim Hofstetter,  Fernand Brosius,
Nico Schmitt

knieend:

"Bizzi" Klein, Jean Klein,
Camille Dimmer, Ady Schmit,
Louis Pilot

 

 
 
Henri Bressler, Armando Bausch
Sternstunden des Luxemburger Sports
 
 

Die letzten Monate des Jahres 1963 gestalten sich zu einem Höhepunkt in der Geschichte des Luxemburger Fussballsports. In den Achtelfinalen um den Europapokal der Ländermannschaften traf unsere Nationalelf (nach einem Freilos in der ersten Runde) auf die Mannschaft der Niederlande. Finanzielle Erwägungen führten dazu, dass der Luxemburger Fussballverband Hin- und Rückspiel auf holländischem Boden austragen liess, wogegen die Niederländer verständlicher Weise nichts einzuwenden hatten.

Als es dann im ersten Spiel in Amsterdam, am 11. September 1963, zu einem bereits überraschenden, aber durchaus verdienten 1-1-Unentschieden kam (Tor von "Schnuck" May), da wollte man nicht überall im Lande diesen Achtungserfolg anerkennen und einige Besserwisser gebrauchten gar das Wort "Abmachung", in der Annahme, die Holländer hätten sich mit einem Gleichspiel begnügt, um das Interesse und somit die Zuschauerkulisse für das Rückspiel in Rotterdam nicht zu gefährden.

Und so traten denn die meisten luxemburgischen Supporter die zweite Hollandreise eher mit gemischten Gefühlen an, denn mit Ausnahme der Spieler und ihres Trainers wollte eigentlich niemand so recht an ein Fussballwunder glauben, zumal sich unsere Mannschaft einige Tage vorher, in der Generalprobe gegen Frankreich B, "nur" ein 3-3-Unentschieden erspielt hatte. Im Feyenoord-Stadion in Rotterdam aber waren die vier "Ausländer" Konter, Pilot, Ady Schmit und Dimmer mit von der Partie, und durch ihr Mitwirken gewann die Mannschaft an Durchschlagskraft.

 
 

In der äusserst homogenen Luxemburger Elf gab es an diesem Tag keinen Versager, alle waren von einem beispielhaften Kampfwillen beseelt und bestachen durch eine ausgezeichnete physische Kondition und ein kollektives Angriffsspiel; die Hauptlast lag selbstverständlich auf dem Abwehrkompartiment, speziell gegen Ende der beiden Spielhälften, wo der Druck der Holländer am grössten war. Aber die vom Nationalcoach Robert Heinz praktizierte Linienverteidigung klappte tadellos, und die holländischen Stürmer liefen oft in die gut funktionierende Abseitsfalle. Die schnellen Konterangriffe der Luxemburger dagegen gaben von Beginn an der gegnerischen Verteidigung Probleme auf.

Bereits in der 10. Minute musste sich Torwart Graafland bei seinem Pfosten bedanken, der einen plazierten Drehball von Dimmer ins Feld zurückschlug. Drei Minuten später war es Giesen, der schnelle Rechtsaussen des Gastgebers, der seinerseits nur den Torpfosten traf. Glück für unsere Mannschaft! Auf der Gegenseite schoss Pilot nach einem geschickten Zusammenspiel zwischen Konter und Dimmer am Tor vorbei.

In der 20. Minute erkämpft sich Louis Pilot einen weiten Abschlag von Brosius; der Spieler vom Standard Lüttich leitet den Ball seitlich an den mitgelaufenen Henri (Bizzi) Klein, der mit einem präzisen Heber über den holländischen Stopper Pronck hinweg Camille Dimmer anspielt.

 
  camilledimmer-1rgoal-rotterdam-1963web




M
it gekonntem Flachschuss
bringt der frühere Clerfer seine Mannschaft vor 50.000 entsetzten Zuschauern in Führung (0-1).

 
 

Doch nach dem Ausgleichtreffer von Mittelstürmer Kruiver schienen die Gastgeber eine entscheidende Wende herbeizuführen und belagerten förmlich das Luxemburger Tor. Unsere "Festung" aber hielt dem Druck stand, auch in den zehn ersten Minuten nach dem Seitenwechsel, wo mit allen Mannen verteidigt wurde. Dann konnten die Luxemburger sich aus der Umklammerung befreien und gestalteten das Spiel wieder offener.

In der 68. Minute fiel dann der allesentscheidende Siegtreffer, der unserer Nationalelf die Türen zu den Viertelfinalen der "Coupe d'Europe des Nations" öffnete. Wieder war es der überragende Camille Dimmer, der nach einer Vorlage von Fiedler seinen direkten Bewacher ausschaltete und mit einem erneuten Flachschuss aus ungünstigem Winkel das 2-1 markierte

Viele holländische Fans machten ihrer Unzufriedenheit und ihrem Missmut Luft mit gellenden Pfiffen und lauten Schmährufen. Es folgte ein verzweifelter Sturmlauf auf das Tor von Nico Schmitt, doch es gelang mit einer bewundernswerten Energieleistung den Vorsprung bis zum erlösenden Schluspfiff zu erhalten.

 
 
Lux-Ned-301063-01
Die Freude nach dem Spiel war gross

vordere Reihe
N.Birtz, N. Schmitt, A. Schmit, F. Brosius, B. Konter, P. May. N. Schneider

hintere Reihe
R. Heintz, L. Pilot, C. Dimmer, B. Klein, F. Ludowissy, J. Klein. E. Brenner, Bernardin. E. Kuffer

 

 

 

 
 

Tagsdarauf war man in der niederländischen Presse empört über das Ausscheiden der "Orange-Elf": "Gegen wen spielen wir jetzt?" fragte die Zeitung "De Telegraaf": "San Marino? Andorra? Liechtenstein?..."

Die einheimische Presse dagegen feierte den Einzug ins Viertelfinale und zollte der gesamten Mannschaft uneingeschränktes Lob. "Onze Lxembourgeois ont fait pleurer douze millions de Hollandais", kommentierte der in Luxemburg erscheinende "Républicain Lorrain". Es "dimmerte" in Rotterdam- so lautete die Schlagzeile im "Sport-AZ".

Camille Dimmer, der aus einer Metzgerfamilie stammende Held des Spieles erhielt folgendes Glückwunschtelegramm: "De Metzleschverband as frou a stolz, datt duerch zwee Goaler vun engem Metzleschjong ons Nationaléquipe d'Hollänner gewichst an sech domatt fir d'Véierelsfinalen qualifizéiert huet. Bravo Camille a Félicitationen. Président Auguste Schulz".

 

 
     
     
 
Am 30. Oktober 1963 schrieb das Fußball-Nationalteam Luxemburger Sportgeschichte 
 
 

René Kill berichtete im "tageblatt" 31. Oktober 1963

 
 


2- 1 - Sieg Luxemburgs über Holland

 
 

  
   Alles ist möglich auf dieser Welt. Auch ein Luxemburger Sieg über Hollands Nationalelf im gestrigen Retourspiel um den Europapokal der Nationen im Rotterdamer Feyenoord Stadion. Diesen luxemburgischen Erfolg hatten sich die Wenigsten erwartet. Offen gesagt, man glaubte in diesem Retourspiel an einen holländischen Sieg, der ein Sieg der Logik gewesen wäre. Das Gegenteil trat aber ein. Nachdem nämlich unsere Mannschaft vor etlichen Wochen den Holländern in Amsterdam ein 1 - 1 abgerungen hatte, brachten diese es gestern fertig, die Bataven 2-1 zu schlagen, und sich - anstatt die Holländer - für die nächste Runde dieses Pokals der Nationen gegen Dänemark zu klassieren. Eine Leistung, die einzig in den Annalen unseres Fußballsports dasteht, und zu der wir unsere Natrionalelf aufs herzlichste beglückwünschen müssen. 

   Der Sieg fiel zwar unserer Elf zu, doch hatten die Holländer auf Grund der vielen Chancen, die sich ihnen boten, ein besseres Los verdient. Der gute Geist, den aber unsere Mannschaft beseelte, und der große Kampfeswille, den unsere Vertreter aufbrachten, verhalfen ihnen zu diesem schönen Erfolg. Nicht die Holländer siegten daheim, sondern die Luxemburger waren die großen Nutznießer dieser einmal bietenden Gelegenheit.

  40.000 Zuschauer wohnten dieser Begegnung bei. Über dem sportlichen Erfolg war es also auch ein schöner finanzieller Erfolg. Nach dem Abspielen der beiden Nationalhymnen stellten sich dem französichen Schiedsrichre Blois die Mannschaften in der gemeldeten Aufstellung vor. Bei Holland machte indes der jugendkiche Rechtsaussen Giesen anstelle von Bergholtz mit, währen Nico Schmit unser Tor hütete.

 

 
 
Die erste Halbzeit
 
 

  

   Während der ersten Viertelstunde hatten die Holländer ein kleines Plus zu verzeichnen, dabei einen Pfostenschuß von Giesen. In der Folge gestaltete sich dann das Treffen offener, wobei die Unsrigen mehr aus der Defensive gingen und einige gefährliche Gegenattakken ritten. So führte eine derselben in der 20. Minute zum Führungstor unsere Mannschaft durch C. Dimmer auf Vorarbeit von L. Pilot und Bizzi Klein. Dieses Tor gab natürlich den Unsrigen daraufhin einen starken Rückhalt. Mit aller Gewalt suchten jedoch die Holländer in der Folge dieses Tor aufzuholen. Nico Schmit mußte einmal eine gefährliche Bombe des Mittelstürmers Kruiver meistern, kurz darauf aber, in der 34. Minute, ein Tor desselben Spielers hinnehmen. Aufgestachelt durch diesen Erfolg erwiesen sich die Holländer bis zur Pause klar als die Besseren. Mit etwas Glück hätten dieselben ob der ihnen gebotenen Chancen vor dem Wechsel gut 3-1 führen können. Das war aber nicht der Fall, dank den guten Interventionen von Nico Schmittund Hofstetter einmal als Retter auf der Torlinie.

 

 
 
Nach der Pause
 
 

   Die Holländer erwiesen sich auch nach dem Wechsel als die Angriffslustigeren. Dieselben kaen zu verschiedenen Ecken, aber zu keinem Erfol. In der 4. Minute sah es einmal sehr brenzlich vor unserem Tor aus, doch klärte hier einer unser vier Verteiduger. Später war es noch einmal Brosius der Rettewr in der Not, währenr auf der anderen Seite C. Dimmer einmal eine Vorlage von H. Klein nicht zu nutzen wußte. Die Holländer lagen zumeist noch im Angriff, scheiterten aber an der starken luxemburgischen 4-3 Hintermannschaft. Unsere Spieler wehrten sich sehr tapfer, einmal waren die Holländer wieder der 2-1-Führung sehr nahe, als Hofstetter noch zur Ecke lenken konnte. Das Tempo wurde immer schneller. Die Holländer wollten unbedingt den Sieg, ihre Angriffe kamen am laufenden Bande, doch gelang es C. Dimmer, mitten in dieser Domination, in der 23. Minute, das Ergebnis auf  2-1 zu stellen. Dieses Tor brachte die Holländer etwas durcheinander, die Angriffe wechselten in der Folge wieder auf und a, doch waren es sie, die zum Schluß das Spiel wieder ganz in die Hand nahmen, dasTempo forcierten, ewine Chance auf die andere herausschufen, sich aber schlußendlich mit einer 1-2-Niederlage zufrieden geben mußen.

 

 
     
     
  Holland-Lux 1963 Wort 31   
     
 

Luxemburger Wort / Donnerstag, 31. Oktober 1963

 

Vor 40 000 Zuschauern in Rotterdam :

 

Luxemburg schlägt Holland 2:1 (1:1)

 

Siegeswille war entscheidend für luxemburgischen Sieg / Dimmer (2 Tore) booted Holland im Europa-Cup aus

(Eigenbericht des „Luxemburger Wort“)

   Vor ungefähr 40 000 Zuschauern schuf gestern die luxemburgische Mannschaft im Stadion von Rotterdam die Fußball-Überraschung des Jahres, indem sie durch einen 2-1-Sieg die holländische A-Mannschaft aus der „Coupe de l’Europe des Nations“ ausbootete.

   Ein unerschütterlicher Siegeswille belohnte unsere Vertretung, welche gegen eine enttäuschende holländische Mannschaft einen durchaus verdienten Sieg davontrug. Die Oranje-Elf wies große Mängel auf, es fehlte ihnen an Zusammenspiel und an der richtigen taktischen Einstellung. Nur in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit spielten sie einen zusammenhängenden, kollektiven Fußball und während dieser Zeit stand es nicht allzu gut für unsere Vertreter. Aber nach dem Wechsel machten die Holländer dann wiederum den Fehler, Kampffußball zu spielen und diese Einstellung ergab nicht den gewünschten Erfolg. Durch weite Vorlagen nach vorn versuchten sie unsere Verteidiger aus dem Konzept zu bringen, aber es fehlte die Kohäsion, so dass unsere energische und gut eingespielte Hintermannschaft alle Vorstöße vereiteln konnte. In den letzten Spielminuten belagerten dann die Holländer unser Tor. Einem homerischen Abwehrkampf unseres Hinterblock verdanken wir dann die verdiente Qualifikation für die Viertelfinale dieser Coupe d’Europe des Nations, wo wir gegen Dänemark antreten, das gestern zwar gegen Albanien 0-1 verlor, aber das Hinspiel mit 4-0 gewonnen hatte und somit qualifiziert ist.

Hier die Mannschaften:

HOLLAND:                                                                

                                    Graafland                                                                             

Haag               Pronk               Veldhoen       

                        Van Visser                  Bennaers

Giesen            Kruiver            Petersen

LUXEMBURG:

                        Pilot     Dimmer           J.Klein

A.Schmitt        B. Klein          Fiedler

Konter              Hofstetter      Brosius            Brenner

                                               Schmitt

 
     
 

pour lire tout l'article: wort-holl-lux-1963

 
   Luxembourg Pays Bas 1963 après la victoire 448x292  
     
     
  Holland-Lux Republicain lorrain 1963 10 31   
     
   

Hollande-Luxembourg 1-2 1963 10 31 Républicain Lorrain

 

Coupe d’Europe des Nations : le Luxembourg retrouve la Hollande

 

SENSATIONNEL EXPLOIT du onze national luxembourgeois qui grâce à deux buts de DIMMER, triomphe de la HOLLANDE à Rotterdam

se qualifiant ainsi pour affronter le Danemark
en quarts de finale de la Coupe des Nations


HOLLANDE - LUXEMBOURG : 1 - 2

 

ROTTERDAM.- De notre envoyé spécial : Patrice Schonckert

ROTTERDAM. - STADE DE FEYENOORD : PELOUSE EN EXCELLENT ETAT ; MAIS GLISSANTE.
40.000 SPECTATEURS. ARBITRAGE AUTORITAIRE DE M : BOIS (FRANCE). BUTS POUR LE LUXEMBOURG : DIMMER (20e ET 67e) ; BUT POUR LA HOLLANDE : KRUIVER (34e) .

 

   Plus de 40.000 spectateurs ont répondu présents à ce second match de Coupe d’Europe des Nations, qui oppose, sur le stade de Feyenoord, l’équipe nationale hollandaise à celle du Grand-Duché.

   Un match qui, en principe, ne doit pas poser de problème pour les Hollandais, car, selon toute logique, pris au piège une première fois, ils devraient pouvoir, à l’occasion de ce match retour, imposer leur jeu, beaucoup plus affirmé, et se qualifier ainsi pour les quarts de finale, où ils seraient alors opposés au Danemark, l’équipe danoise, bien que battue cet après-midi à Tirana, n’en étant pas moins qualifiée, elle aussi, grâce à son net succès : 4-0, sur l’Albanie, au cours du match aller.

   Il y a dans ce superbe stade de Rotterdam une ambiance survoltée et c’est un bruit de crécelles, de cris et de pétards, que l’arbitre français, M. Bois, donne le coup d’envoi de cette rencontre. 

   Et tout de suite, on devine que les Hollandais veulent mettre les bouchées doubles et s’assurer enfin un succès indiscutable. C’est ainsi que sur le coup d’envoi, Nico Schmitt doit plonger devant l’avant-centre hollandais Kruiver, celui-ci follement encouragé par son public, puisque, comme six de ses coéquipiers, ce terrain est celui où il opère régulièrement en championnat.

 
     
 

pour lire tout l'article: repu-holl-lux-1963

 
     
  Luxembourg-Pays Bas 1963 equipe nationale stage INS 448x334  
     
     
     
   Holland-Lux 1963 Dagblad Nederland 1963 09 05  
     
   

Nederland-Luxemburg  1-2  1963 10 30

 

Algemeen Dagblad / maandag 5 september 1993 / Nederland

 

De dag dat Luxemburg Nederland klopte

Door Ton de Visser

`t Kon toen. En `t kan wéér

LUXEMBURG - Het is september en de natuur gaat als vanouds haar gang: de Dagen korten, de bladeren vallen van de bomen en alle Luxemburgse clubs zijn al in de aanloopronde uit alle Europese bekertoernooien geknikkerd.

   Luxemburg: al sinds Adam en Eva voor het eerst een appeltje naar elkaar trapten, het domste jongetje in de voetbalklas.  Mikpunt aller hoon en gedoemd voer eeuwig verpletterend verslagen te worden. Maar soms stijgt het jochie boven zichzelf uit. Dan schopt-ie de grote jongens uit de klas recht in het kruis. Ruim 30 jaaren geleden trof dat lot de jongens van Jan de Wit.

   DE datum: 30 oktober 1963. Locatie: De Rotterdamer Kuip. Inzet: plaatsing voor de kwartfinale van het Europees Kampioenschap - datzelfde EK.in het kader waarvan beide landen elkaar overmorgen opnieuw treffen. Een poule met meer landen was indertijd onbekend, er werd volgens het knock-out-systeem gespeeld. De eerste wedstrijd in Amsterdam was in 1-1 geëindigd, een resultaat dat in Nederland als een blamage werd ervaren. Maar het ergste moet nog komen.

   Rotterdam was de ‘thuiswedstrijd’ voor Luxemburg - opdat de dreumes in elk geval een zakcentje aan de ontmoeting met de grote broer zou over houden. De kille cijfers: Camille Dimmer opende in de 20ste minuut voor Luxemburg de score, Piet Kruiver maakte gelijk (35ste) en wederom Dimmer (70ste) scoorde 2-1. Punt Uit. De Kuip kreeg collectief een haartaanval en’s anderendaags waren de kranten verpakt in een toon die normaliter gereserveerd is voor acute sterfgevallen van leden van het Koninklijk Huis. WIEWIL ER NU NOG TEGEN ORANJE?, huilde De Telegraaf. SAN MARINO? LIECHTENSTEIN? En de verslaggever in deze krant constateerde dat Nederland nu definitief tot de zwakke broeders in Europa behoorde en dat herstel niet in zicht was.

   Wanhoopskreten in een jaar dat Johan Cruijff zich warm liep om bij Ajax1 in te vallen en ene Van Hanegem achter het doel bij Velox in zijn burgerkloffie kromme ballen terugschoot op een verbaasde trainer. Met z’n handen in zijn zakken. Niemand wist het nog, maar de gouden tijd voor Orange stond op het punt aan te breken en de opleving van het Luxemburgse voetbal was aan haar laatste stuiptrekkingen bezig. Een opleving die te danken was aan een generatie spelers die al sinds de juniorentijd met elkaar optrok en dat tot op de dag van vandaag heeft volgehouden. Van de spelers die Nederland met 2-1 klopten is verdediger Fiedler dood, de rest komt nog steeds bij elkaar over de vloer en ten minste twee keer per jaar is er groot feest, met de vrouwen.

 
     
 

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