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A PROPOS

 

 
 

 Fussballpokal-Endspiel

 
 

F91 Diddeléng - UN Käerjéng97   2 : 1 

 
 

Die Flucht aus dem Stade Josy Barthel

 
 

Dabei hatte alles so schön begonnen. Die Sonne strahlte, junge Fussballfans zogen singend und bunt bemalt ins Stadion ein. Das Pokalendspiel stand unter guten Vorzeichen. Die Erwartungen der beiden Mannschaften waren hoch geschraubt: F91 Diddeléng wollte das Doublé. UN Käerjéng97 den ersten, heissersehnten Pokal.

Sagen wir es gleich vorab, die Zuschauerkulisse entsprach leider nicht den Erwartungen. Nur 2 500 Zuschauer für ein Fussballendspiel sind unserer Meinung nach ungenügend. Im Vergleich dazu gab es 3 500 Zuschauer beim Basketballpokalendspiel.

Ausserdem war das Rahmenprogramm dürftig, um nicht zu sagen: es gab überhaupt kein Rahmenprogramm, ausser Musik aus der Lautsprecheranlage. Den Grossherzog haben wir auch nicht gesehen, keine einheimische Musik spielte auf. Die FLF hatte sich nichts einfallen lassen, um diesem Endspiel einen zusätzlichen Touch zu geben.

Zu dem Fussballspiel möchten wir folgendes festhalten. Dem F91 genügten ein gelungener Einsatz von Stürmer Di Grigorio und ein krasser Abwehrfehler des Käerjéner Torwarts, um den Doppelerfolg heimzuschaukeln. UN Käerjéng97 war ein ebenbürtiger Gegner und hätte auf Grund der zweiten Hälfte die Verlängerung verdient gehabt. Dann wäre möglicherweise ein anderer Sieger hervorgegangen, da der F91 nur noch zehn Spieler besass.

Das sportliche Fazit ist trotzdem für beide Mannschaften hervorragend: Der F91 Diddeléng schafft nach 2006 auch 2007 das Doublé und gewinnt die Meisterschaft und den Pokal.

UN Käerjéng97 bringt, nach einer guten Meisterschaft, das Meisterstück fertig ins Pokalendspiel zu kommen und verliert dies mehr als ehrenvoll mit 2:1. 

Wir meinen deshalb, dass beide Mannschaften sich durchaus für diese sportlichen Erfolge feiern lassen können.

Doch das dicke Ende des Pokalendspiels kam in den letzten zehn Minuten, als ein heftiges Gwitter mit Bliz, Donner und strömendem Regen einsetzte.

Binnen wenigen Minuten verliessen die zirka 1 200 Zuschauer der Gegentribüne, welche nicht überdeckt ist, ihre Sitze und flüchteten aus dem Stadion. Einbegriffen in diese Flucht waren: Schulklassen, Eltern mit buntbemalten Kindern, gratis eingeladene junge Fussballspieler, die Musikkapelle von Käerjéng, welche hervorragend gespielt hatte, Fans beider Mannschaften, welche gekommen waren, um das Fussballfest des Pokalendspiels zu erleben.

Doch es gab am Ende kein Fussballfest sondern eine Katastrophe für den Fussball. Das Fussballfest des Jahres ging in Sturm, Blitz und Prasselregen unter.

Dies ist für Pro Football ein Skandal erster Güte, welcher seit Jahrzehten von einer verfehlten Sportinfrastrukturpolitik , sowohl auf Gemeindebene als auch auf Landesebene, zu verantworten ist.

Hauptdefizit: Luxemburg besitzt kein eigenes, nationales Fussballstadion wie Liechtenstein und Monaco, viel kleiner als Luxemburg.

Die Gemeinde Luxemburg fühlt sich, nach der Fusion der drei grossen Fussballvereinen der Stadt, nicht mehr verpflichtet die Last eines nationalen Stadions zu tragen. Der Luxemburger Staat versteckt sich hinter mangelnden Finanzen, um seine Weigerung das Problem des Nationalen Fussballstadions überhaupt anzufassen, zu motivieren. Sehr schlimm ist unserer Meinung nach zudem, dass für das Olympische Komitee, zuständig für die luxemburgische Gesamtsportspolitik, ein neues Fussballstadion zu bauen, überhaupt kein Thema ist.

Und hier liegt der eigentliche Skandal. Es dreht sich nicht mal ums Geld, sonder darum, dass die Hauptverantwortlichen der Sportpolitik, inklusiv der Altinternationale-Fussballspieler und jetzige Sportminister, nicht  einsehen, dass wir, dass Luxemburg als Nation, ein neues Stadion brauchen.

Monaco hat eine Profimannschaft in der ersten französichen Fussball-Liga und ein modernes Stadion mit 15 000 überdachten Sitzplätzen. Liechtenstein spielt mit der Profi-Mannschaft vom FC Vaduz in der zweiten Schweizer Liga und besitzt ein modernes Fussballstadion mit 6 500 überdachten Sitzplätzen.

Und Luxemburg? Wir haben weder eine Profimannschaft noch ein modernes Fussballstadion. Wir haben nicht mehr als 1 200 überdeckte Sitzplätze im Stade Josy Barthel und unsere Nationalmannschaft trägt im Fussball das Rotlicht der europäischen Nationen. 

Wann werden wir erwachen?

Camille Dimmer

Pro Football / 27. Mai 2007