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2011 08 06 |
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Der ehemalige Elite-Schiedsrichter Abby Toussaint hat sich mit seinem vorgestern öffentlich gemachten Offenen Brief weit aus dem Fenster gelehnt, sehr weit sogar. Über die Form und die Veröffentlichung seines Kommuniquees kann man geteilter Meinung sein. Weniger jedoch über den Inhalt. Sollten die darin vorgebrachten Beschuldigungen stimmen, hat das Schiedsrichterwesen in der Tat ein gravierendes Problem. Und sollte dies - mit dem ihm zur Verfügung stehenden Mitteln - schnellmöglichst lösen. Allein der Umstand, dass es erst nach den Presseberichten zu einem ersten Gespräch zwischen dem vormaligen Fifa-Unparteiischen Alain Hamer und dem Präsidenten des CAF zwecks einer zukünftigen Zusammenarbeit gekommen sein soll, lässt tief blicken. Würde sich jedoch ebenfalls bestätigen, dass Vertreter des Schiedsrichterausschusses bewusst weibliche Aspirantinnen benachteiligen (in Worten und Taten), so wäre dies ein Tatbestand, der keinesfalls unter den Teppich gekehrt werden dürfte. Dass bei einem konservativen Verband wie der FLF noch alle Entscheidungen von Männern getroffen werden, ist eine Sache. Das man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass die Entscheidungsträger aus der Monnericher Zentrale gegenüber den Frauen im Fußball (unter welcher Form auch immer) extrem zurückhaltend sind, um es einmal gelinde auszudrücken, eine andere. Da passt es eigentlich auch ins Bild, dass in jener Kommission, die sich innerhalb der FLF um die Entwicklung des Frauen-Fußballs kümmern soll, die Männer in der deutlichen Mehrheit sind. Ganz gleich wie: Die Vorwürfe, die Toussaint vorbringt, muss man praktisch als Mobbing gegenüber jungen Mädchen betrachten. Und ein solches Vorgehen darf auch FLF-Präsident Paul Philipp nicht durchgehen lassen. Hier ist eine klare Beweisführung erforderlich und ein entsprechendes Urteil - ob dabei Toussaint oder der Schiedsrichterausschuss die Schelte bekommt, ist zweitrangig zwingend nötig. In einer ersten Reaktion auf das Kommuniquee von Toussaint bedauerte Philipp den Schaden für den Luxemburger Fußball. Falls jedoch solche zwischenfälle unter den Teppich gekehrt werden, wird der Schaden noch größer. |
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2011 08 04 |
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hier lesen: abbytoussaint |
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