Muller verléisst de Racing
Grettnich iwerhëllt
Centre de Formation de Football
Neien iwerdachten Trainingsterrain
Neuer Vorstand bei der FLF
Léo Hilger gewählt
Jans meilleur défenseur de D1 belge
L'exploit du jeune pro luxembourgeois
Platini zieht Kandidatur zurück!
Keine Chance mehr zu gewinnen.

 

Notre site:
www.profootball.lu
Notre email:

Notre compte:
ING
lu06 0141 9374
4040 0000







 

Dernier changement:
1er février 2016
email:

Notice légale: Profootball © 


 

 

   

WM-Auswahl-Spiel 1. Mai 1958

   
luxembrg
 

Luxemburg - Deutschland B
4 - 1 (1-0)

  germany

 

Die siegreiche Mannschaft
luxbg-deutschl-01051958-450x302web
Kettel, Steffen, Mond, Dimmer, Brosius, Konter, Schaack, Brenner, Letsch, Jann, Heinen
Luxemburger Wort 2. Mai 1958
Luxemburg 1. Mai 1958
Vor 7000 Zuschauern im Stadion von Luxemburg

Luxemburg schlägt Deutschland B 4-1 (1-0)

Dimmer (2) Jann und Kettel schossen die Tore
Bei herrlichem Wetter kam gestern im Stadion von Luxemburg die Luxemburger Nationalmannschaft zu einem großen Sieg über eine erstmalig bei uns antretende deutsche B-Nationalmannschaft. Während Luxemburg in früheren Spielen meist einer westdeutschen Vertretung genüberstand, durfte man gestern mit Recht dem Auftreten einer offiziellen B-Elf gespannt entgegensehen. Dies umsomehr, als der deutsche Fußball-Verband die gestrige Mannschaft nur nach sorgfältiger Vorbereitung und im Hinblick auf die Weltmeisterschaftsspiele in Schweden aufgestellt hatte.

Die Luxemburger Nationalmannschaft kam, wie gesagt, zu einem großen Siege, der auch in dieser Höhe verdient ist. Vielleicht hatten die Gäste in den ersten Minuten etwas mehr vom Spiele, doch dann rissen die Luxemburger die Initiative an sich und wandelten ihre Überlegenheit auch in zählbare Erfolge um. Kaum jemals spielte eine Luxemburger Auswahl ein solch überzeugendes Spiel und die ca. 7.000 Zuschauer gingen restlos mit. Vor allem in der 2. Halbzeit konnten unsere Spieler überzeugen und dem im ersten Spielabschnitt erzielten Treffer drfei weitere Tore hinzufügen, während Deutschland nur zu einem Gegentreffer kam.
90 Minuten Spielverlauf
Hier die beiden Mannschaften:
LUXEMBURG
Steffen, Brenner, Brosius; Heinen, Mond, Konter; Letsch, Jann, Dimmer, Kettel, Schaack
DEUTSCHLAND
Sawitzki, Zastrau, Keck; Mai, Hoffmann, Lang (2.Hz. Weilebecker); Hohmann, Pfeiffer, Biesinger, Schroeder, Kress, (Scheidt).
luxbg-deutschl-01051958-450x290web
Die deutsche Mannschaft mit Sawitzki als Torhüter
Deutschland hat Anstoß, doch Luxemburg startet den ersten Angriff, der von Keck geklärt wird. Kurz darauf gibt in Luxemburgs Tornähe der deutsche Rechtsaußen Hohmann an Kress, aber Brenner ist auf der Hut und bereinigt. Eine Vorlage von Dimmer an Letsch bringt uns ebenfalls nichts ein. In der 5. Minute folgt ein weiter Abschlag von Steffen, Schaack nimmt auf, ein kurzer Spurt, ein wuchtiger Schuß, doch Sawitzki dreht zur Ecke ab, die der deutsche Keeper wiederum wegschlägt, den Nachschuß von Jann hält er dagegen gut. Das Spiel ist offen, mit kleinem Plus für Luxemburg, und als in der 12. Minute Steffen eine Bombe von Biesinger prächtig halten kann, steigt unsere Zuversicht noch weiter an. In der Folge dominieren wir klar, Schaack gibt drüber. Kettel wird am aussichtsreichen Schuß in ultimo behindert; unsere Verteidigung steht an der Mittellinie, sodaß ein Abschlag von Brenner knapp über die Querlatte streicht. Wir erzielen zwei Ecken, die zweite schießt Dimmer an die Querlatte von wo der Ball Sawitzki in die Hände springt. Zur Abwechslung hält Steffen einen Scharfschuß von Pfeiffer, während Brenner Scheidt stoppen kann.


25. Minute: wir dominieren noch immer, Kettel gibt vorbei, Letsch legt an Dimmer vor, dieser überspielt Zastrau, gibt dann aber vorbei, eine Vorlage von Kettel bombt Dimmer wieder daneben, dann kann Keck vor Letsch gerade noch in Corner abwehren. Wir haben Riesenpech, müßten klar führen, in der 38. Minute scheint es dann soweit zu sein, als Jann dem freistehenden Schaack vorlegt, aber dessen Kopfball findet wiederum das Tor nicht. Wir erzwingen eine weitere Ecke, bringen aber den Ball trotz Riesengewühls nicht über die Linie. Ein deutscher Vorstoß durch Schroeder wird von Steffen gehalten; dann ist es endlich soweit; in der 43. Minute lanciert Schaack Dimmer, der wuchtig zum weitaus verdienten 1-0 einknallt.
Die 2. Halbzeit beginnt mit einem Luxemburger Vorstoß, der uns eine weitere Ecke einbringt. Einen weiteren Vorstoß schließt Dimmer mit Kopfball über die Latte ab. In der 48. Minute müssen wir eine Ecke zugestehen, um gleichdarauf wieder vorzustoßen, doch Jann gibt vorbei. Nun können sich die Deutschen für kurze Zeit besser durchsetzen, doch Poli Steffen kann sowohl einen Sologang von Schroeder wie auch einen Scharfschuß von Biesinger prächtig stoppen. Aber unsere Elf ist nicht mehr zu halten und in der 61. Minute stellt Jann auf Mustervorlage von Dimmer unter dem Jubel der 7.000 Zuschauer auf 2-0.

Und wieder ist Schaack durch, wird gefoult, doch den Strafstoß hält Sawitzki. Aber in der 63. Minute kann Schaack Dimmer in Stellung bringen, gegen dessen Kopfball der deutsche Keeper machtlos ist, 3-0.

Gegen die 70. Minute wird Hohmann verletzt und durch Lang ersetzt. Luxemburg ist gegen diese starke deutsche Elf noch immer klar im Vorteil, unser Zusammenspiel ist vorbildlich, eine Gelegenheit nach der andern wird herausgearbeitet und so kann in der 77. Minute Kettel auf Paßball von Dimmer zum vielumjubelten 4-0 einsenden.

Drei Minuten später kommen die Deutschen zu ihrem einzigen Treffer, als Biesinger einen Strafstoß durch die "Mauer" einknallen kann, 4-1. Das Treffen ist gespielt. Einen Schuß Letsch hat Sawitzki noch zu halten, und nach einem letzten Versuch von Kress, das Ergebnis noch zu verbessern, wofür Steffen aber kein Verständnis zeigt, verläßt Luxemburgs Elf nach prächtigem Spiel als vielumjubelter, verdienter Sieger das Spielfeld.


Kicker 5. Mai 1958 / Deutschland

Schröder gab sich selbst auf !

Luxemburg - Deutschland B 4:1 (1:0)
luxbg-deutschl-9-dimmer-250x209web luxembg-deutschland-8-letsch-250x207web

Camille Dimmer schießt das erste Tor                                   Léon Letsch im Einsatz

 

Luxemburg: Steffen; Brenner, Brosius; Heinen, Mond, Konter; Letsch, Jann, Dimmer, Kettel (Kapitän), Schaack.
Deutschland: Sawitzki; Zastrau, Keck; Mai, R. Hoffmann, Lang (Weilbächer); Kreß (Hohmann), Pfeiffer (Kapitän), Biesinger, Schröder, Scheidt (Kreß).
Tore: (44.) 1:0 Dimmer - (61.) 2:0 Jann, (64.) 3:0 Dimmer, (79.) 4:0 Kettel, (82.) 4:1 Biesinger

Zuschauer: 8000.
Schiedsrichter: van Leuwen (Holland)
Denken wir gleich daran: im Deutschen Fußballbund werden fünfmal soviel Fußballer erfaßt als das schmucke Ländchen überhaupt Einwohner zählt. Dennoch wären wir froh, wir könnten uns für Schweden zwei, drei Mann aus dieser luxemburgischen Mannschaft aussuchen. So traurig war es um unsere zweite oder dritte Auswahl bestellt.

Wie hatte doch Pfeiffer in Kassel aufgetrumpft. Wie kläglich sahen wir ihn jetzt hier untergehen.

Schröders dritte Vorstellung. Abermals völlig ungenügend. Er spielte so, als ob er es überhaupt nicht nötig hätte, sich anzustrengen.

Und ein weiteres NEIN zu Sawitzki. Was uns schon in Kassel erschreckt hatte, erlebten wir erneut: kaum einen Ball griff er, immer wieder ließ er die Schüsse abprallen oder aus der Hand fallen. Statt zu fausten, klatschte er mit offenen Händen weg.

Die Halbstürmer fielen aus. Da hatten es die ohnehin in keiner Phase zu Spielgestaltern werdenden Aufbauläufer natürlich schwerer. Weilbächer und Lang höchstens in der Zerstörung zu loben. Mai, der routinierte Mai aus Fürth, der einzige "Berner" in der Mannschaft, ging mit unter. Genauso rettungslos wie die anderen. Gerade er hatte so begonnen, als ob wir die Luxemburger herausfordern wollten.

Der stärkste Flügel, geschickter und schneller noch als Hohmann, war Kreß, allenfalls jedoch ein Ersatzmann im Falle von Verletzungen der ersten und zweiten Flügelgarnitur.

Biesinger schoß ein herrliches Freistoßtot. Sonst dunkle Nacht auch in seinem Spiel. Gegen den harten, ihn genau deckenden und jeweils sofort bei der Ballannahme angreifenden, im Stil an van der Hart erinnernden Mond steckte der weiche Augsburger schnell auf.

Außer Rudi Hoffmann bestanden am besten die beiden Verteidiger.

Wie anders doch die Luxemburger. Angetrieben von Konter, der Nr. 6 mit dem ungewöhnlich großen Aktionsradius, und listig gelenkt von dem Ex-Profi (Roubaix) Letsch, legten sie ein Tempo vor, dem unsere "Erstdivisionäre" bald erlagen. Am liebsten hätten wir den 18jährigen Oberschüler Dimmer, als Vollstrecker ebenso talentiert wie als Verteiler, in unsere Auswahl gesteckt.

Ein hochverdienter Sieg, der, wären Latte und Pfosten nicht im Wege gestanden, im Ausmaß zur Katastrophe hätte werden können.
Dr. Fritz Weilenmann
 

Les Sports 2 mai 1958 / Belgique
Confirmant son progrès


Le Luxembourg bat l'Allemagne B : 4-1

(De notre correspondant particulier)
Luxembourg, 1er mai 1958

Lors de sa dernière confrontation avec le "onze B" de Belgique, l'équipe nationale du Luxembourg avait livré une exhibition réconfortante pour ses dirigeants, en tenant tête aux "Diables Rouges". Cette fois, contre la formation "B" d'Allemagne, les joueurs grand-ducaux ont joliment confirmé leurs progrés et, causant une grosse surprise, après avoir nettement dominé leurs adversaires, ils remportèrent une victoire amplement méritée en inscrivant quatre buts, tandis que la défense locale ne s'inclinait qu'à une reprise devant les visiteurs.

L
a température magnifiqe, le renom des visiteurs et la bonne réputation des joueurs luxembourgeois avaient incité quelque six mille specateurs à se rendre au stade municipal de Luxembourg. Ils furent récompensés au-delà de toute espérance, puisque leurs favoris s'adjugèrent, comme nous l'avons dit, un succès réjouissant.

S'imposant déjà en première mi-temps grâce au travail fourni par le carré de manoeuvre local, où Konter et Heinen se mettaient particulièrement en vedette, tandis que l'arrière central Mond tenait en respect l'avant-centre allemand, le Luxembourg ouvrit la marque à l'approche du repos, par Dimmer, excellent dans ses initiatives au centre du terrain comme dans ses tirs à proximié du but: 1-0.

La prédominance luxembourgeoise se poursuivit en seconde mi-temps et successivement Jann, Dimmer, de nouveau, et Kettel portèrent le score à 4-0. A dix minutes de la fin, l'Allemagne sauva l'honneur par Biesinger: 4-1, mais c'était pour les joueurs d'outre-Rhin une mince consolation.

Toute l'équipe du Luxembourg mérite des éloges, mais le gardien Steffen, l'arrière-central Mond et l'avant-centre Dimmer apparurent en grande forme.

Le Luxembourg aligna : Steffen; Brosius et Brenner; Konter, Mond et Heinen; Letsch, Jann, Dimmer, Kettel et Schaack.

Les buts: 44e min., Dimmer (1-0); 61e min., Jann (2-0); 63e min., Dimmer (3-0); 78e min., Kettel (4-0); 81e min., Biesinger (4-1).

C.S.
 

 

REVUE, Mai 1958, Ein begeisterter Anhänger
Fotos und Text


Luxemburg - Deutschland B 4 : 1 (1:0)

Ein begeisterter Fußballanhänger - seinen Namen möchten wir verschweigen - schrieb unseren Bericht über das Fußballspiel, das Luxemburg mit 4:1 gegen Deutschland B gewann und das bei allen Luxemburgern, ob Sportler oder nicht, eine Freude auslöste, die dort ihren Ursprung hat, wo Nationalstolz, Patriotismus, nationales Geltungsbedürfnis und heimliche Rachegefühle, ja ein wenig Schadenfreude, so eng nebeneinander wohnen.

Wie wir dazukamen, diesen Herrn zu bitten, unseren Bericht zu schreiben? Nun, wir lasen vor kurzem sein Tagebuch. Obwohl wir ihn kannten und von seiner Liebe zum Sport wußten, bewunderten wir die Zeilen, die der Goethe-Kenner den nationalen Dramen widmete, die sich seit Jahren auf der Arlonerstraße abspielen. Auszüge aus diesem kleinen Selbstbekenntnis möchten wir unseren Lesern nicht vorenthalten.
luxbg-deutschl-2-175x125web  
"Die ganze Woche habe ich mir eingetrichtert, du gehst nich hin, nein du gehst bestimmt nicht hin. Aber je mehr und heftiger ich mir das Verbot aufsagte, umso frecher regte sich daneben die Stimme der Selbsterkenntnis und ließ sich nicht übertönen: Red nur zu, mein Lieber, du gehst ja doch hin, ich weiß es aus Erfahrung. Die ganze Woche predigst du dir vor, ich geh nicht hin, ich geh nicht hin, und am Sonntag stehst du mit eiserner Konsequenz an der Arlonerstraße und helst und schreist genau so dumm wie die aandern. Wetten wir?
Ich verzichtete auf die Wette und ging hin. "Du mit deinem Fußball", sagte meine Frau mit sanftem Tadel. Sie ließ es dabei bewenden, denn auch sie kennt mich. Es ist eine unheilbare Krankheit, eine ungliückliche Liebe, die immer aufs neue ausbricht, wenn unsere nationalen Fußballspieler gegen fremde Länder zum Kampf antreten ...
Bedenk ich's recht, so geht dieser Fußballpatriotismus auf die fernen Jahre zurück, da ich zum ersten Male ein internationales Spiel sah. Mit Musik, Nationalhymnen, hohen Herren auf der Tribüne, und so. An dem Tag reifte in mir der Entschluß ein großer Torwart zu werden.
Leider ging dem Land dieses Torwartgenie verloren, als mir einmal auf dem Pesch, dem Fußballfeld des Echternacher "Kolléisch", ein Torpfosten in Gestalt eines schlecht eingerammten Eisenpflocks auf den Schädel fiel
."
luxbg-deutschl-1-175x87web   Hier nun, was Herr-ff über das Spiel, das Luxemburg mit 4:1 gegen Deutschland B gewann, schrieb.
luxbg-deutschl-3-175x245web   Weiß einer, was der Schuß bedeutete, den Mittelstürmer Dimmer in der 43. Minute des Spiels mit kräftigem Nachdruck in die Maschen des deutschen Tors krachte? Eine Erlösung bedeutete er, einen bedeutsamen Markstein, eine Scicksalswende in der ehrwürdigen Geschichte des Luxemburger Fußballs.
War das ein Jammer gewesen all die Jahre mit unsern internationalen Fußballspielern, denen von Spiel zu Spiel, gegen Belgien, Holland, gegen die Schweiz und gegen Frankreich, der Torhunger, der Torinstinkt, die Torlaune in wachsendem Maße abhanden gekommen waren. Ein Jammer, wenn wir nach saftigen Niederlagen oder mageren Gleichspielen die Arlonerstraße hinuntertrotteten und den Ingrimm unserer Herzen bis ins Haupthaar hinauf bekundeten, das anklagend zu Berge stand.
Der Schuß Dimmers in der 43. Minute des Spiels, sage ich, hat die Erlösung gebracht. Es geschehen Zeichen und Wunder. Nach so vielen Enttäuschungen, nach einer miserablen Generalprobe gegen einen belgischen Provinzverein, kam drei Tage später der Sieg über Deutschlands Anwärter zur Weltmeisterschaftsmannschaft. Ein fetter, ein eklatanter Sieg, an dem nicht zu rütteln ist. Er hätte höher ausfallen können, und man hàtte ihn als gerecht hinnehmen müssen. Vier Mal krachte es im deutschen Tor, kurz und trocken und sehr vernehmlich. Und jedesmal fuhr als Echo der Sturmwind toller freude über die Zuschaueränge. der Bann war gebrochen: Schuß - Tor! - Schuß - Tor!- Vier Mal!
luxbg-deutschl-4-175x155web   Wer hätte das gedacht? Hatte auch nur ein einziger der sechstausend Zuschauer vor dem Spiel auf den Sieg der Luxemburger Farben gesetzt? Ja, vielleicht einige glückliche Kinderseelen, die auf Wunder hoffen oder auf die "glorieuse incertitude du sport" bauen; und schließlich einige, die, nach allem und trotz allem, unserer Mannschaft die heimliche spitzbübische Gabe zutrauen, in ganz unerwarteten Augenblicken aller Welt, aller Logik und aller Wahrscheinlichkeit ein Schnippchen zu schlagen und dem großen Gegner gehörig am Zeug zu flicken.
David und Goliath? Riese und Zwerg? Ja, so war es. Denn unsere Spieler waren wendiger, beweglicher, schlauer und listiger, sie verstanden es zu improvisieren, wie aus dem Stegreif gefährliche Situationen herbeizuzaubern, während die deutschen "Meister" in ihrer professionnellen Routine, in ihrer Berufsschablone meist ungelenk und steif und herzlich wenig findig und erfinderisch waren. Wie einer, der sein Pensum brav auswendig gelernt hat und es nun hersagt, monoton und ohne Lust. Die Augen gingen uns über, wenn in machen herzerquickenden Augenblicken die Luxemburger Lehrlinge den deutschen Herren eine kleine Lektion erteilten. Bei Gott, das waren wir nicht gewohnt!
luxbg-deutschl-7bis-175x98web   Das Luxemburger Publikum hat sich am 1. Mai mit seinen Spielern ausgesöhnt. Wo früher bitterer Groll und beißende Ironie die armen Schelme mit beredten Luxemburger Ausdrücken der Verachtung und des Hohns bedachten, da war diesmal Liebe und Zärtlichkeit: "Ja, siehst du, das ist der Leo, ein intelligenter Spieler, ein raffinierter Techniker, ein Teufelskerl!" - "Barvo, Bizz! Siehst du, wie der läuft, da kommt keiner nach, wenn der losgeht". - "Großartig, Poli! Wie der heute spielt! Unser bester Torhüter, ich hab's ja immer gesagt." Und so fort.
Sonne am Himmel, Sonne in den Herzen der Luxemburger.
Als das Spiel aus war, war mir die Kehle genau so ausgetrocknet wie allen andern guten Patrioten. Denn wes das Herz voll ist, des läuft der Mund über.