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Europalpokal der Nationen
Achtelfinalspiel

 

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nethland
 

Rotterdam 30. Oktober 1963
Luxemburg - Holland 2-1

 
luxembrg
 


Als Luxemburg Holland aus dem Europapokal der Nationen warf
und zu den letzten acht besten Nationen Europas hochstieg

 
 
 

 
equipenat-holland63stehend von links nach rechts:

Jempi Fiedler, "Bizzi" Konter,
Erny Brenner, Jim Hofstetter,
 Fernand Brosius, Nico Schmitt

knieend:

"Bizzi" Klein, Jean Klein,
Camille Dimmer, Ady Schmit,
Louis Pilot

 

 
 
Henri Bressler, Armando Bausch
Sternstunden des Luxemburger Sports
 
 

Die letzten Monate des Jahres 1963 gestalten sich zu einem Höhepunkt in der Geschichte des Luxemburger Fussballsports. In den Achtelfinalen um den Europapokal der Ländermannschaften traf unsere Nationalelf (nach einem Freilos in der ersten Runde) auf die Mannschaft der Niederlande. Finanzielle Erwägungen führten dazu, dass der Luxemburger Fussballverband Hin- und Rückspiel auf holländischem Boden austragen liess, wogegen die Niederländer verständlicher Weise nichts einzuwenden hatten.

Als es dann im ersten Spiel in Amsterdam, am 11. September 1963, zu einem bereits überraschenden, aber durchaus verdienten 1-1-Unentschieden kam (Tor von "Schnuck" May), da wollte man nicht überall im Lande diesen Achtungserfolg anerkennen und einige Besserwisser gebrauchten gar das Wort "Abmachung", in der Annahme, die Holländer hätten sich mit einem Gleichspiel begnügt, um das Interesse und somit die Zuschauerkulisse für das Rückspiel in Rotterdam nicht zu gefährden.

Und so traten denn die meisten luxemburgischen Supporter die zweite Hollandreise eher mit gemischten Gefühlen an, denn mit Ausnahme der Spieler und ihres Trainers wollte eigentlich niemand so recht an ein Fussballwunder glauben, zumal sich unsere Mannschaft einige Tage vorher, in der Generalprobe gegen Frankreich B, "nur" ein 3-3-Unentschieden erspielt hatte. Im Feyenoord-Stadion in Rotterdam aber waren die vier "Ausländer" Konter, Pilot, Ady Schmit und Dimmer mit von der Partie, und durch ihr Mitwirken gewann die Mannschaft an Durchschlagskraft.

 
 

In der äusserst homogenen Luxemburger Elf gab es an diesem Tag keinen Versager, alle waren von einem beispielhaften Kampfwillen beseelt und bestachen durch eine ausgezeichnete physische Kondition und ein kollektives Angriffsspiel; die Hauptlast lag selbstverständlich auf dem Abwehrkompartiment, speziell gegen Ende der beiden Spielhälften, wo der Druck der Holländer am grössten war. Aber die vom Nationalcoach Robert Heinz praktizierte Linienverteidigung klappte tadellos, und die holländischen Stürmer liefen oft in die gut funktionierende Abseitsfalle. Die schnellen Konterangriffe der Luxemburger dagegen gaben von Beginn an der gegnerischen Verteidigung Probleme auf.

Bereits in der 10. Minute musste sich Torwart Graafland bei seinem Pfosten bedanken, der einen plazierten Drehball von Dimmer ins Feld zurückschlug. Drei Minuten später war es Giesen, der schnelle Rechtsaussen des Gastgebers, der seinerseits nur den Torpfosten traf. Glück für unsere Mannschaft! Auf der Gegenseite schoss Pilot nach einem geschickten Zusammenspiel zwischen Konter und Dimmer am Tor vorbei.

In der 20. Minute erkämpft sich Louis Pilot einen weiten Abschlag von Brosius; der Spieler vom Standard Lüttich leitet den Ball seitlich an den mitgelaufenen Henri (Bizzi) Klein, der mit einem präzisen Heber über den holländischen Stopper Pronck hinweg Camille Dimmer anspielt.

 
  camilledimmer-1rgoal-rotterdam-1963web




M
it gekonntem Flachschuss
bringt der frühere Clerfer seine Mannschaft vor 50.000 entsetzten Zuschauern in Führung (0-1).

 
 

Doch nach dem Ausgleichtreffer von Mittelstürmer Kruiver schienen die Gastgeber eine entscheidende Wende herbeizuführen und belagerten förmlich das Luxemburger Tor. Unsere "Festung" aber hielt dem Druck stand, auch in den zehn ersten Minuten nach dem Seitenwechsel, wo mit allen Mannen verteidigt wurde. Dann konnten die Luxemburger sich aus der Umklammerung befreien und gestalteten das Spiel wieder offener.

In der 68. Minute fiel dann der allesentscheidende Siegtreffer, der unserer Nationalelf die Türen zu den Viertelfinalen der "Coupe d'Europe des Nations" öffnete. Wieder war es der überragende Camille Dimmer, der nach einer Vorlage von Fiedler seinen direkten Bewacher ausschaltete und mit einem erneuten Flachschuss aus ungünstigem Winkel das 2-1 markierte

Viele holländische Fans machten ihrer Unzufriedenheit und ihrem Missmut Luft mit gellenden Pfiffen und lauten Schmährufen. Es folgte ein verzweifelter Sturmlauf auf das Tor von Nico Schmitt, doch es gelang mit einer bewundernswerten Energieleistung den Vorsprung bis zum erlösenden Schluspfiff zu erhalten.

 
 
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Die Freude nach dem Spiel war gross

vordere Reihe
N.Birtz, N. Schmitt, A. Schmit, F. Brosius, B. Konter, P. May. N. Schneider

hintere Reihe
R. Heintz, L. Pilot, C. Dimmer, B. Klein, F. Ludowissy, J. Klein. E. Brenner, Bernardin. E. Kuffer

 

 

 

 
 

Tagsdarauf war man in der niederländischen Presse empört über das Ausscheiden der "Orange-Elf": "Gegen wen spielen wir jetzt?" fragte die Zeitung "De Telegraaf": "San Marino? Andorra? Liechtenstein?..."

Die einheimische Presse dagegen feierte den Einzug ins Viertelfinale und zollte der gesamten Mannschaft uneingeschränktes Lob. "Onze Lxembourgeois ont fait pleurer douze millions de Hollandais", kommentierte der in Luxemburg erscheinende "Républicain Lorrain". Es "dimmerte" in Rotterdam- so lautete die Schlagzeile im "Sport-AZ".

Camille Dimmer, der aus einer Metzgerfamilie stammende Held des Spieles erhielt folgendes Glückwunschtelegramm: "De Metzleschverband as frou a stolz, datt duerch zwee Goaler vun engem Metzleschjong ons Nationaléquipe d'Hollänner gewichst an sech domatt fir d'Véierelsfinalen qualifizéiert huet. Bravo Camille a Félicitationen. Président Auguste Schulz".

 

 
     
     
 
Am 30. Oktober 1963 schrieb das Fußball-Nationalteam Luxemburger Sportgeschichte 
 
 

René Kill berichtete im "tageblatt" 31. Oktober 1963

 
 


2- 1 - Sieg Luxemburgs über Holland

 
 

  
   Alles ist möglich auf dieser Welt. Auch ein Luxemburger Sieg über Hollands Nationalelf im gestrigen Retourspiel um den Europapokal der Nationen im Rotterdamer Feyenoord Stadion. Diesen luxemburgischen Erfolg hatten sich die Wenigsten erwartet. Offen gesagt, man glaubte in diesem Retourspiel an einen holländischen Sieg, der ein Sieg der Logik gewesen wäre. Das Gegenteil trat aber ein. Nachdem nämlich unsere Mannschaft vor etlichen Wochen den Holländern in Amsterdam ein 1 - 1 abgerungen hatte, brachten diese es gestern fertig, die Bataven 2-1 zu schlagen, und sich - anstatt die Holländer - für die nächste Runde dieses Pokals der Nationen gegen Dänemark zu klassieren. Eine Leistung, die einzig in den Annalen unseres Fußballsports dasteht, und zu der wir unsere Natrionalelf aufs herzlichste beglückwünschen müssen. 

   Der Sieg fiel zwar unserer Elf zu, doch hatten die Holländer auf Grund der vielen Chancen, die sich ihnen boten, ein besseres Los verdient. Der gute Geist, den aber unsere Mannschaft beseelte, und der große Kampfeswille, den unsere Vertreter aufbrachten, verhalfen ihnen zu diesem schönen Erfolg. Nicht die Holländer siegten daheim, sondern die Luxemburger waren die großen Nutznießer dieser einmal bietenden Gelegenheit.

  40.000 Zuschauer wohnten dieser Begegnung bei. Über dem sportlichen Erfolg war es also auch ein schöner finanzieller Erfolg. Nach dem Abspielen der beiden Nationalhymnen stellten sich dem französichen Schiedsrichre Blois die Mannschaften in der gemeldeten Aufstellung vor. Bei Holland machte indes der jugendkiche Rechtsaussen Giesen anstelle von Bergholtz mit, währen Nico Schmit unser Tor hütete.

 

 
 
Die erste Halbzeit
 
 

  

   Während der ersten Viertelstunde hatten die Holländer ein kleines Plus zu verzeichnen, dabei einen Pfostenschuß von Giesen. In der Folge gestaltete sich dann das Treffen offener, wobei die Unsrigen mehr aus der Defensive gingen und einige gefährliche Gegenattakken ritten. So führte eine derselben in der 20. Minute zum Führungstor unsere Mannschaft durch C. Dimmer auf Vorarbeit von L. Pilot und Bizzi Klein. Dieses Tor gab natürlich den Unsrigen daraufhin einen starken Rückhalt. Mit aller Gewalt suchten jedoch die Holländer in der Folge dieses Tor aufzuholen. Nico Schmit mußte einmal eine gefährliche Bombe des Mittelstürmers Kruiver meistern, kurz darauf aber, in der 34. Minute, ein Tor desselben Spielers hinnehmen. Aufgestachelt durch diesen Erfolg erwiesen sich die Holländer bis zur Pause klar als die Besseren. Mit etwas Glück hätten dieselben ob der ihnen gebotenen Chancen vor dem Wechsel gut 3-1 führen können. Das war aber nicht der Fall, dank den guten Interventionen von Nico Schmittund Hofstetter einmal als Retter auf der Torlinie.

 

 
 
Nach der Pause
 
 

   Die Holländer erwiesen sich auch nach dem Wechsel als die Angriffslustigeren. Dieselben kaen zu verschiedenen Ecken, aber zu keinem Erfol. In der 4. Minute sah es einmal sehr brenzlich vor unserem Tor aus, doch klärte hier einer unser vier Verteiduger. Später war es noch einmal Brosius der Rettewr in der Not, währenr auf der anderen Seite C. Dimmer einmal eine Vorlage von H. Klein nicht zu nutzen wußte. Die Holländer lagen zumeist noch im Angriff, scheiterten aber an der starken luxemburgischen 4-3 Hintermannschaft. Unsere Spieler wehrten sich sehr tapfer, einmal waren die Holländer wieder der 2-1-Führung sehr nahe, als Hofstetter noch zur Ecke lenken konnte. Das Tempo wurde immer schneller. Die Holländer wollten unbedingt den Sieg, ihre Angriffe kamen am laufenden Bande, doch gelang es C. Dimmer, mitten in dieser Domination, in der 23. Minute, das Ergebnis auf  2-1 zu stellen. Dieses Tor brachte die Holländer etwas durcheinander, die Angriffe wechselten in der Folge wieder auf und a, doch waren es sie, die zum Schluß das Spiel wieder ganz in die Hand nahmen, dasTempo forcierten, ewine Chance auf die andere herausschufen, sich aber schlußendlich mit einer 1-2-Niederlage zufrieden geben mußen.