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FLF


Generalversammlung vom 30. Oktober 2010 in Diekirch

   
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  Stellungnahme von Romain Schumacher, F91 Diddeléng
zum Aktivitätsbericht des Vorstandes der FLF

 

 

 

Anlässlich des 92ten Kongresses der FLF am 30ten Oktober 2010 in Diekirch habe ich mir erlaubt, zu dem Aktivitätsbericht des Vorstandes einige Fragen zu folgenden dort erwähnten Behauptungen zu stellen:

A) Aktivitätsbericht Seite 11 - "Bei dieser Gelegenheit hatten die Vereinsvertreter die Möglichkeit, zu den verschiedenen wichtigen Themen des Luxemburger Fussballs Stellung zu nehmen".

1 Scheint es Ihnen, als selbsternannter Vorstand des DIALOGES, zu genügen, einmal im Jahr anlässlich einer "Kaffeerunde" die Vereinsvertreter zu den wichtigen Themen des Luxemburger Fussballs zu hören?

2 Sollten Sie sich nicht vordergründig für die Meinung der Vereine interessieren und dementsprechend einen strukturierten und organisierten Dialog herbeiführen?

3 Ist das zum Teil "kindische Gerangel" in der Öffentlichkeit zum Thema "Professionnalisierung" - dieser fordert die sofortige Professionalisierung, jener bezeichnet die Diskussion als "Quatsch im Quadrat" - nicht ein treffendes Beispiel für die Armut des Austausches?

4 Sollte man nicht, um die Qualität und Attraktivität unseres Fußballs zu steigern, den Zugang zu den oberen Ligen durch realistische Minimalkriterien im strukturellen und infrastrukturellen Bereich regeln?

5 Erscheint es Ihnen als angebracht, den Spielbetrieb in der BGL Ligue dahin siechen zu lassen, anstatt sich gemeinsam mit den Vereinen über progressive Lösungen zu unterhalten?

B) Aktivitätsbericht Seite 12 - "Trotz dieser leicht rückläufigen Zahl (Anzahl der gemeldeten Mannschaften!) ist der Stellenwert des Fussballs sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern und Jugendlichen nach wie vor ungebrochen".

1 Dieser Satz birgt einen flagranten Widerspruch in sich selbst und man kann sich fragen, wie man zu diesem Schluss kommen kann?

2 Wie kann der FLF-Vorstand auf Basis folgender Tatsachen behaupten, den Fussball weiterentwickeln zu wollen:

  - Laut vorliegendem Finanzbericht, gehen die Ausgaben für die Technische Abteilung um 11,23% zurück (EUR 724.000.- im Vorjahr gegenüber von EUR 642.000.- in diesem Jahr).

  - Das Gleiche gilt für den Jugendbereich, welcher sogar einen Rückgang von 19,50% (EUR 1.024.000.- gegenüber EUR 825.000.-) aufweist.

  - Die Vorgaben für das nächste Jahr bleiben in der gleichen Tendenz. Die Gehälter für die Trainer steigern sich leicht, die Investitionen für technische Aktivitäten sind allerdings weiterhin rückläufig.

  - Das "modèle luxembourgeois", ausgezeichnetes Instrument, welches unseren Fussball zwangsläufig in ein halbprofessionelles Umfeld hätte führen müssen, wurde dem kurzfristigen Erfolg der Nationalmannschaft geopfer.

  - Laut den Worten des Präsidenten der FLF stellt die nationale Fussballschule die Geschäftsbasis unsere Fussballs dar, allerdings wird plötzlich die Präsenz der Spieler in Monnerich von 7 auf 4 Tage reduziert;

  - Das Play-Off in der damaligen Nationaldivision wird sinnigerweise abgeschafft, dies aber zu Gunsten einer Aufstockung der Elite-Liga auf 14 Vereine - ein Provisorium, welches mitlerweile aus Manktum an politischer Courage zur Tatsache wurde.

3 Ist der FLF Vorstand in dem Zusammenhang davon überzeugt, dass die Vereine der BGL Ligue eine adequate Auffangstruktur für die Fussballschüler darstellen (oder darstellen können)? Nach 6 Jahren ausgezeichneter Ausbildung ist die Rückkehr in die meisten der Vereine (für jene Spieler, die den Sprung ins ausländische Profilager nicht schaffen) ein flagranter Rückschritt!

C) Aktivitätsbericht Seite 14/15 - " Der bestehende und leicht angepasste Artikel 17 - Problematik der Spieler mit 1ter Lizenz - ist demnach absolut konform mit der Europäischen Gesetzgebung".

1 Sollte der FLF Vorstand nicht, anstatt sich in Selbstlob zu wiegen, im Sinne der Transparenz seinen Mitgliedern eröffnen, dass die vorstehende Behauptung möglicherweise nur vorübergehend richtig ist, da inzwischen ein Regress beim Europäischen Gerichtshof eingereicht wurde?

D) Aktivitätsbericht Seite 23 - " Nach einer längeren Planungsphase brachte die FLF es fertig, ihr eigenes Fussballmagazin im Luxemburger Fernsehen (RTL) zu realisieren".

1 Ist man in FLF-Kreisen wirklich der Überzeugung, dass ohne Vorarbeiten und Druck der Asbl Profootball heute ein Magazin im lokalen Fernsehen bestehen würde?

2 Wieso hat man weder die Eleganz, noch den Respekt, diese Tatsache anzuerkennen und desweiteren Profootball als zur Fussballfamilie gehörende Vereinigung in den Dialog mit einzuschliessen?

3 Ist der FLF-Vorstand sich dessen bewusst, dass diese Fernsehsendung in der Form den Vereinen glatt gar nichts bringt?

4 Wann wird der FLF-Vorstand die Vereine endlich über den Inhalt des abgeschlossenen Fernsehrechte-Vertrages in Kenntnis setzen? Wieso kann ich von einem Partner die Einhaltung eines Vertrages fordern, den er allerdings nicht kennen darf?

5 Wann wird man endlich dazu übergehen, das Produkt Fussball, welches überall in Europa und in der Welt boomt, fachlich seriös zu vermarkten, anstatt es weiter an Sponsoren zu verhökern?

6 Ist es tatsächlich angebracht, sich selbst als FLF Vorstand für die hervorragende Finanzführung über den grünen Klee zu loben, wenn man weiss, dass 55% der Einnahmen aus abgesicherten Subventionen bestehen?

7 Kann man als FLF-Vorstand effektiv behaupten, die Vereine stark finanziell zu unterstützen, wenn man weiss, dass diese Zuwendungen die fast genau gleiche Summe wie die Beiträge und die Strafkosten darstellen, welche die Verein aufbringen müssen ( EUR 239.000.- an Subventionen gegenüber EUR 237.000.-)

E) Verschiedenes

1 Zurück zum Schlagwort TRANSPARENZ. Was muss man in dem Zusammenhang vom Bericht des Conseil de Surveillance halten, welcher jedes Jahr kürzer und und weniger detailliert wird (8 Seiten an präziser Information im Jahre 2004 gegenüber 1 Seite genereller Floskeln im Jahre 2010)? Hat dieses wichtige Gremium heute überhaupt noch Zugang zu allen kontrollrelevanten Informationen? Wird dem Kontrollorgan die nötige Zeit zugestanden, um seine Arbeit seriöse durchzuführen?

2 Anstatt das rezente Schiedsrichterproblem tatenlos auf sich zukommen zu lassen, wäre es nicht produktiver gewesen, das Problem in die Hand zu nehmen? Wie lange gedenkt man, die Schiedsrichter sich selbst zu überlassen und ihnen keine Möglichkeit zu eröffnen, sich weiter zu entwickeln?

Hatte ich anlässlich des Kongresses und aufgrund der Tatsache, dass eine prall gefüllte Agenda evakuiert werden musste, noch Verständnis dafür, vom Präsidenten keine sofortige Antwort auf diese "vielen Bemerkungen" zu erhalten, so bin ich doch überrascht, dass dies bis heute in keinster Weise nachgeholt worden ist. Auch dies zeugt von einem flagranten Manktum an Respekt des FLF-Vorstandes gegenüber den Vereinen und seinen Vertretern.

Erstaunlich ist ausserdem, dass die Vereinsführungen sich die Aussagen der Vorstandsmitglieder regungslos ansehen, obwohl diese sich in zum Teil erstaunliche Widersprüche verwickeln. So erklärt z.B. der Kassierer (!), die bedeutende Abweichung der Ausgaben für Reisekosten gegenüber des Budgets rührten daher, dass FIFA - und UEFA Generalversammlungen in entfernten Ländern (Südafrika und Israel) stattgefunden hätten, welches erhöhte Reisekosten zur Folge gehabt hätte. Einen Tag früher, anlässlich eines unsäglichen Auftrittes bei RTL-Radio, verbesserte sein Präsident arrogant seinen Gegenkandidaten indem er behauptete, jene Reisekosten würden von den internationalen Verbänden erstattet.

Als Führungsgremium ist es sicherlich nicht angenehm, sich kritischen Fragen stellen zu müssen. Bei der FLF scheinen wir allerdings ein weitaus schlimmeres Stadium bei den Vereinen erreicht zu haben, nämlich jenes vom allgemeinen Desinteresse!

 

  Romain Schumacher / AG FLF 30.11.2010 
   

 

 

 
FLF


Assemblée générale du 30 octobre 2010 

 
Luxemburger Wort  3. November 2010 / www.wort.lu
 


Neue Impulse

 

von LAURENT SCHÜSSLER

 

 

   Ein Nebensatz ging am Samstagmorgen anlässlich der ordentlichen Generalversammlung des Luxemburger Fußballverbandes FLF in Diekirch fast unter. In seiner Ansprache hatte der Vizepräsident des Nationale Olympischen Komitees darauf hngewiesen, dass die FLF über mehr Geld verfüge als das COSL und alle nationalen luxemburgischen Sportverbände zusammen. Damit wird einmal mehr auch die Bedeutung der Position des ersten Vorsitzenden dieses Sportverbandes aufs Deutlichste unterstrichen. Dass die FLF mit über 33 000 lizensierten Mitgliedern darüber hinaus der mit Abstand größte Luxemburger Fachverband ist, tut ein Übriges. 13 hauptamtliche administrative Mitglieder beschäftigt die FLF in ihrem Verbandssekretariat in Monnerich.

   Bei den Wahlen zum Verwaltungsrat, die am vergangenen Samstag anstanden, wurde diese Spezifität in zwei Punkten ersichtlich. Anders als beim Gros der Clubs - und auch Verbände - kennt die FLF nämlich keinen Mangel an Interessenten für eine Position im Vorstand. Für fünf Posten lagen gleich zwölf Kandidaturen vor. Wo andere Sportverbände, und nicht nur die kleinsten, händeringend nach Freiwilligen suchen, kann die FLF aus dem Vollen schöpfen.

   Und entgegen einem landläufigen Trend, dass vermehrt Politiker Präsidentschaften übernehmen - selbst wenn sie bisher mit dieser Sportart überhaupt nichts am Hut hatten (wie der Schützenverband FLTAS oder auch der Leichtathletikverband FLA wohl in Kürze)- entging die FLF dieser Art der politischen Einflussnahme. Paul Philipp, mittlerweile nicht mehr nur als ehemaliger Fußball-Nationaltrainer bekannt, sondern auch als gewiefter Redner, hatte in der "Aal Seeërei" wohl einen Gegenkandidaten, Yves Bourgnon stammt jedoch wie er aus dem nationalen Fußballgeschehen.

   Dass der Challenger am Samstag abgestraft wurde, ist mitllerweile hinlänglich bekannt. Dass er jedoch noch weiter im Verwaltungsrat sitzen darf, ist eine der (noch immer bestehenden) Ungereimtheiten in den Statuten der FLF. Philipp und seine Mannschaft (die in Diekirch vollständig bestätigt wurde) waren im Februar 2004 zwar auch angetreten, die Reglemente zu überarbeiten, die Vereinsvertreter sahen am Samsatg jedoch über viele Ungereimtheiten hinweg. Nur zwei Wortmeldungen. darunter lediglich eine mit direktem Bezug auf die Verbandsaktivitäten - belegen deutlich, dass die Generalversammlung des Verbandes für viele Vereine nur eine lästige Pflichtübung ist. Präsidenten, Sekretäre und andere Freiwillige haben in ihren Clubs tagtäglich mit so vielen Problemen zu kämpfen, dass es an der Zeit, dem Mut und dem Interesse fehlt, den höheren Sphären kritischer auf die Finger zu schauen. Wohl auch darum fragte niemand nach, warum der Düdelinger Vertreter keine Antwort erhielt.

   Philipp weiß auch, dass die über 75 Prozent Zustimmung der Verbandsdelegierten kein Freibrief für die Zukunft ist. Die Bedeutsamkeit der FLF ist auch gleichzeitung eine Verpflichtung. Für ihn und für den gesamten Verwaltungsrat. Aufgaben stehen in Hülle und Fülle an. Und auch wenn die Luxemburger Fußballwelt am Samstag die Kontinuität der Ungewissheit vorgezogen hat, so erwartet sich die Basis in den kommenden Jahren neue Impulse aus Monnerich. Und nicht nur Reaktioenen, wenn das Kind im Brunnen liegt.