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luxembrg


LUXEMBURG - FRANKREICH  0 : 2 (0 : 1)

25. März 2011

 france

 

 

 


 

Luxemburg

 

Joubert, Schnell, Blaise, Hoffmann, Mutsch, Laterza (54.'Martino), Payal, Gerson (71.' Da Mota), Bettmer, Ch. Leweck (90.' +1 Plein), Joachim

 

Frankreich

 

Lloris, Sagna, Rami, Mexès, Evra; Gourcuff, M'Vila, Ribéry, Nasri, Malouda, Benzema

 
Torfolge: 0:1 Mexès (28.'), 0:2 Gourcuff (72.')
Schiedsrichter: Hagen, Nebben, Wiken (N)
Zuschauer: 8 053 (ausverkauft)
Gelbe Karte: Mutsch (83.'), Luxemburg
Besondere Vorkomnisse: Hoffman ohne den gesperrten Peters. Frankreich wechselte nicht aus.
 
 
 

Luxemburger Wort 26. März2011
von Laurent Schüssler


0:2- Niederlage im gestrigen EM-Qualifikationsspiel der Gruppe D im hauptstädtischen "Stade Josy Barthel"


Mut wird nur bedingt belohnt

Mexès und Gourcuff treffen beim Auswärtssieg des Favoriten
Ebenso wie beim Hinspiel im Oktober 2010 in Metz unterlag die Luxemburger Nationalmannschaft auch im Rückspiel der EM-Qualifikation gegen Frankreich mit 0:2. Dabei darf die Leistung von gestern durchaus als besser angesehen werden als die ebenfalls bereits respektable Darbietung im Hinspiel. Im ausverkauften Stade Josy Barthel spielte die FLF-Auswahl nämlich ab und an mutig nach vorne.


   Doch es sollte nicht ausreichen, um eine sehr konzentriert auftretende Gästeelf der "Bleus" mehr als nur zu ärgern. Gästetrainer Laurent Blanc kannte die Gefahr, der seine Spieler auch bei einem vermeintlichen Außenseiter ausgesetzt sein könnten. Eine Standartsituation und eine leichte Unkonzentriertheit der Luxemburger Verteidigung entschieden die Begegnung schließlich.

   Die Mannschaft von Nationaltrainer Luc Holtz begann die Begegnng sehr konzentriert und ließ den Franzosen nur wenig Freiräume. Abgesehen von zwei Aufregern in der 4.' bzw. 8.', als der Ball im Strafraum der FLF-Auswahl Freund und Feind passierte, waren Torchancen jedoch zunächst Mangelware. Die Elf von Holtz spielte unbekümmert nach vorne. Vier Foulspiele der Gäste in der ersten Viertelstunde unterstrichen, dass diese nichtgewillt waren, irgendetwas dem Zufall zu überlassen. Die beste Chance der Luxemburger resultierte dann auch aus einem solchen "ruhenden" Ball, als Bettmer auf Mutsch legte, dieser aber gegen Torwart Lloris um einen Schritt zu spät kam (9.'). Die erste reelle Torgelegenheit des Favoriten ließ bis zur 19.' auf sich warten, als Sagna aufgerückt war, Benzema sein Zuspiel verpasste und Malouda den Ball schließlich über das Tor setzte. Wenig später brachte sich Luxemburg teilweise selbst um die Früchte einer ansprechenden ersten Halbzeit, als Laterza ein unnötiger Fehler unterlief und Nasri den fälligen Freistoß perfekt auf den Kopf von Mexès zirkelte. Der Innenverteidiger des AS Roma katapultierte den Ball zum 1:0 ins Netz (28.').

   Eine Führung, die zu jenem Zeitpunkt vielleicht glücklich, mit zunehmender Spieldauer aber verdient war. Denn in den letzten 10' der ersten Halbzeit kam die Luxemburger Abwehr zunehmend ins Schwimmen. In der 39.' rettete Schnell vor dem durchgebrannten Malouda und nur 1' später klärte Joubert einen Distanzschuss von Sagna im Anschluss an eine schöne Freistoßkombination. Erneut nur 2' später wurde ein Schuss von Benzema im Anschluss an einen zu kurz geführten Freistoß der Luxemburger wieder in letzter Sekunde geblockt, und in der Nachspielzeit der ersten Hälfte rettete ein omnipräsenter Schnell nach einem missglückten Abwehrmanöver vor Malouda.

   Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit konnten die Hausherren erfreulich gut mit den Franzosen mithalten, auch wenn die Luxemburger sich verständlicherweise primär auf die Defensivarbeit konzentrierten. Doch bei verschiedenen Kombinationen über Mutsch oder Bettmer brandete gar Szenenapplaus zugunsten der FLF-Auswahl auf. Die Gäste mussten in der 64.' den Atem anhalten, als Joachim und C. Leweck eine Flanke von Martino im gegnerischen Strafraum knapp verpassten! Doch als Holtz mit der Hereinnahme von Da Mota vermehrte Risiken im Angriff auf sich nehmen wollte, ging der Schuss nach hinten los. Durch das Aufrücken von Mutsch ins zentrale Mittelfeld und der damit einhergehenden Reorganisation genügte eine Sekunde der Unachtsamkeit, um die Begegnung vorzeitig zu entscheiden. Eine Kombination über Ribery und Benzema vollendete Gourcuff zum 2:0. Allerdings hatte die Einwechslung von Da Mota auch den Verdienst, der Luxemburger Offensive neuen Schwung zu verleihen. Seine gut getimte Flanke verpasste Joachim in der 81.' nur knapp. Noch gefährlicher war ein Zuspiel in der 88.', als der französische Torwart Lloris bereits Kopf und Kragen vor Joachim riskieren musste.

   Der Ehrentreffer wäre womöglich verdient gewesen, doch darf man nicht verschweigen, dass die "Bleus" in der letzten Viertelstunde gleich mehrmals durch Benzema oder Ribery das Resultat noch hätten höher schrauben können.

 

 

 


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